Die im Jahr 1999 gegründete und von mehreren im Land tätigen Vereinen unterstützte Arbeiterkammerfraktion NBZ setzt sich seit gut 17 Jahren für die Interessen seiner Wähler ein. Seit 30. Dezember 2016 will sich nun die NBZ auch als eine politische Partei engagieren.

2016 hat sich die NBZ neue Ziele gesetzt und sich vorgenommen mit dem Motto "neue Visionen" sich auch als eine politische Partei seiner Wähler zur Verfügung zu stellen. Als erster Schritt wurde ein neues Büro bezogen. Kurz darauf hat sich die NBZ bei den zuständigen Behörden gemeldet und sich als eine politische Partei registrieren lassen. 


Da sich die, in Österreich tätigen, Parteien nicht mehr für die migrantischen WählernInnen interessieren und diese nur als Werbekampagne benutzen und desweiteren nur noch gegen die Türkei und den Islam hetzen, war es überfällig eine eigene Partei zu gründen. Nachdem die Organisation und Strukturierungsphase innerhalb der Partei abgeschlossen ist, wird die NBZ offiziell bei den nächsten Wahlen aufstellen lassen.

Die Kritik das der Zusammenhalt der Türken in Europa und auch in Österreich nicht funktionieren würde, wurde vor Jahren mit der NBZ überwunden, so Partei Vorsitzender Adnan Dinçer; "Seit über 50 Jahren sind wir hier zu Hause. Dennoch sind wir in mehreren Bereichen immer noch nicht gut vertreten. Wenige türkisch stämmige die in verschiedenen Fraktionen Platz fanden, werden von ihren Parteien unterdrückt und mundtot gemacht. Sie können sich nicht für die Interessen der Minderheiten richtig einsetzen. Aus diesem Grunde haben wir uns entschieden, diesen Weg zu gehen. Wir werden hoffentlich durch die Stimmen unserer WählerInnen die Möglichkeit bekommen die Rechte welche uns zustehen zu fordern und zu holen, denn nur gemeinsam können wir die vorhandenen Probleme lösen."

Die Verfügbaren Parteien ignorieren uns

In Österreich leben gut 10% MigrantenInnen. Dennoch ignorieren uns diese Parteien und erlauben sich diese als Werbekampagnen zu benutzen. Durch populistische Aussagen erhoffen sie sich die Stimmen der einheimischen Wählern zu holen. Adnan Dinçer; Es leben ca. 300.000 türkisch stämmige und ca. 600.000 Muslime in Österreich. Anstatt dessen Interessen zu vertreten und sich für dessen Rechte ein zu setzen, werden diese durch populistische Politiker immer wieder als Werbe Material benützt. Wir wollen diesem ein Ende setzen.

Als türkisch stämmige und Muslime fühlen wir uns als ein Teil dieses Landes. Wir haben seit über 50 Jahren unseren Beitrag dazu geleistet das es Österreich gut geht. Wir fühlen uns diesem Land zugehörig und schätzen es, ein Teil dieser Gesellschaft zu sein. Wir werden es nicht zulassen, dass dies wegen irgendwelchen Aussagen populistischer Politiker zerstört wird. Mittlerweile sind wir seit drei Generationen hier und haben uns hier eingelebt. Für ein besseres Österreich laden wir alle, die ein Teil dieser Bewegung sein wollen, recht herzlich ein, sich mit uns unter einem Dach zusammen zu finden, so Dinçer.

Große Organisation beginnt

Seit 30 Dezember 2016 sind wir eine politische Partei, sagt Volkan Meral der für die Parteiorganisation verantwortlich ist . "Seit 17 Jahren vertreten wir unsere Wähler im Betriebsrat und sind deshalb in Vorarlberg auch deshalb gut organisiert. Wir müssen dies jetzt nur noch auf das gesamte Bundesgebiet ausweiten. So werden wir bei den nächsten Wahlen zeigen können, wie viel Potential wir haben. Wer sich auf diesem Wege uns anschließen möchte, ist jederzeit willkommen."

Große Freude bei der Bevölkerung

Die Meldung, das sich die NBZ auch politisch für die Angelegenheit seiner Wähler einsetzen wird, hat in den sozialen Netzwerken große Begeisterung hervor gerufen. Hauptsächlich die türkisch stämmigen und muslimischen Bürger haben sich darüber gefreut. Bei den Kommentaren wurde stolz darüber geschrieben, das man endlich eine richtige Anlaufstelle hat.

Situation der bisherigen Parteien

Die türkisch stämmigen und muslimischen Wähler haben in der Vergangenheit ihre Stimmen meistens den grünen der SPÖ aber auch der ÖVP gegeben. In Zukunft werden diese Parteien schlecht schauen wenn sich die 5% und die 10% zusammen für die NBZ entscheiden. Am schlimmsten wird es wohl aber die Grünen treffen.
 
 
 
 
 
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