Eine junge Überlebende hält nach Amoklauf in Florida eine Wutrede gegen US-Präsident Donald Trump. Bei einer Anti-Waffen-Demonstration in Fort Lauderdale rief Emma Gonzalez mit Tränen im Gesicht: „Schämen Sie sich“ und verurteilt Trump mit Waffengewalt. Zuvor wurde dem FBI vom Präsidenten vorgeworfen, dass sie zu viel Zeit mit der Russland-Affäre verschwenden.

Die Schülerin von der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland kritisierte Trump dafür, dass 17 Mitschüler von ihr durch ein Schnellfeuergewehr ums Leben kamen. Sie kritisierte den US-Präsident dafür, dass er im Präsidentschaftswahlkampf 2016 von der National Rifle Associate (NRA) Geld angenommen habe. „An alle Politiker, die Spenden von der NRA bekommen haben: Schämen Sie sich“, schrie Emma Gonzalez vor mehreren Dutzend Demonstranten. Daraufhin schrie die Menge: „Schämen Sie sich! Schämen Sie sich!“

Die 18-Jährige fügte hinzu: „Wenn der Präsident mir ins Gesicht sagt, dass das eine schreckliche Tragödie war und dass man nichts tun kann, frage ich ihn, wie viel Geld er von der National Rifle Association bekommen hat! Ich weiß es: 30 Millionen Dollar!“. „Dabei gehe es um Leben oder Tod und nicht um Politik.“, erläuterte sie ihre Meinung.

 

Nun wollen die Überlebenden des Schulmassakers bei einem Marsch auf Washington für schärfere Waffengesetze demonstrieren. Am 24. März sei der „Marsch für unsere Leben“ in der US-Hauptstadt geplant, gaben die Schüler der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland am Sonntag dem Fernsehsender ABC bekannt.

Ein weiterer Schüler Namens Cameron Kasky sagte, dass es nicht gegen die Republikaner geht, auch nicht gegen die Demokraten, sondern dass es um jeden Politiker geht, der Spendengelder von der NRA annehme.

Trump lehnte schärfere Waffengesetze ab und hat auf einen besseren Schutz von Schulen gemahnt. Nicht geäußert hat er sich jedoch zur weiten Verbreitung von Schusswaffen und zum Waffenrecht in den USA. Stattdessen kritisierte er via Twitter die US-Bundespolizei FBI, weil sie zu viel Zeit auf die Untersuchung der Russland-Affäre stecken, anstatt auf das wesentliche zurückzukehren.Im Vorfeld des Massakers hatte das FBI Versäumnisse zum Massaker eingeräumt.

 

 

Ender Kosaksiz