Schifffahrtspolizeilicher Bericht Bodensee 2017

Im Jahr 2017 führte die Seepolizei Hard insgesamt 214 Einsätze durch. Davon waren 30 Schiffsunfälle zu verzeichnen.

Die Zahl der Gesamteinsätze befindet sich mit 214 Einsätzen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (208). Im Bereich der Schifffahrtskontrollen nahmen die Beamten insgesamt 213 Übertretungen (-19% zum Vorjahr) nach den Bestimmungen der Bodenseeschifffahrtsordnung wahr.

Dabei wurden 65 Anzeigen erstattet und 151 Organmandate eingehoben. Weiteres wurden sieben Nachkontrollen angeordnet. In den meisten Fällen handelte es sich um Missachtung gesperrter Wasserflächen, mangelhafte und fehlende Bootsausrüstung sowie abgelaufene Bootszulassungen.

Internationale Unfallstatistik für den Bodensee 2017

Zahl der Unfälle insgesamt gestiegen Zahl der Schiffsunfälle gesunken Zahl der tödlichen Unfälle gesunken 361 Personen aus Seenot gerettet.

Dieses Resümee ergab die Auswertung der Unfallstatistik des Jahres 2017 durch die Leiter der See- und Wasserschutzpolizeien aus Lindau, Vorarlberg, St. Gallen, Thurgau, Schaffhausen und Baden-Württemberg (Konstanz, Überlingen und Friedrichshafen), die am 25.01.2018 in Lindau tagten.
Wetterlage
Der Frühling 2017 war der drittwärmste Frühling seit Aufzeichnung der Wetterdaten im Jahr 1864. Allerdings war er auch gezeichnet von einem starken Kälteeinbruch Ende April mit Schnee und Spätfrost, welche die Einwasserung der Wasserfahrzeuge teilweise verzögerte. In den Folgemonaten Mai, Juni und Juli stellte sich dann sommerliche Witterung ein. Bei Temperaturen über 30°C war der Sommer 2017 ebenfalls der drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Anfang August waren dann teilweise in Gewitternähe erhebliche Starkregenfälle zu verzeichnen. Auch der Herbst wartete mit ungewöhnlich milden Temperaturen auf, welche eine Verlängerung der Wassersportsaison ermöglichte.

2017 war gegenüber 2016 ein windstärkeres Jahr. Einzelne Gewitter mit Windgeschwindigkeiten bis zu 10 Beaufort verursachten zum Teil erhebliche Schäden an Wasserfahrzeugen.

Die Gesamttrefferrate bei den Starkwind- und Sturmwarnungen konnte erneut auf hohem Niveau gehalten werden, bei gleichzeitig niedriger Falschalarmrate.

Der Anstieg der Unfallzahlen insgesamt ist darauf zurückzuführen, dass bei einem Sturmereignis am 21. Juli im Hafen Ludwigshafen insgesamt 72 Motor- und Segelboote beschädigt worden sind.